Eine Komplettneuentwicklung kann richtig sein. Häufig erhält eine Modernisierung in Etappen jedoch nutzbare Substanz und schafft zugleich Raum für eine zeitgemäße Architektur.
Kriterium - Komplettneubau + Schrittweise Modernisierung
Projektrisiko -Eine Komplettneuentwicklung bündelt viele technische und fachliche Entscheidungen in einem großen Projekt.
+Risiken werden in kleinere Schritte zerlegt. Kritische Teile können zuerst analysiert, stabilisiert und gezielt modernisiert werden.
Kosten -Hohe Vorabkosten, weil Funktionen neu verstanden, neu gebaut und erneut getestet werden müssen.
+Investitionen können priorisiert werden. Zuerst werden die Bereiche verbessert, die Wartung, Integration oder Betrieb am stärksten blockieren.
Zeit -Lange Projektlaufzeit, bevor ein neues System produktiv nutzbar ist.
+Erste Verbesserungen sind oft früher nutzbar: bessere Builds, stabilere Datenbank, REST API, Windows-Kompatibilität oder entkoppelte Module.
Betriebskontinuität -Bestehender Betrieb und neues System laufen oft lange parallel, was Abstimmung und Migration erschwert.
+Die bestehende Business-Anwendung bleibt nutzbar, während Architektur und Technologie schrittweise verbessert werden.
Wissenserhalt -Gewachsene Geschäftslogik muss vollständig rekonstruiert werden. Versteckte Sonderfälle werden oft erst spät sichtbar.
+Vorhandene Geschäftslogik bleibt erhalten und wird dokumentiert, entkoppelt oder gezielt neu strukturiert.
Flexibilität -Das Zielsystem muss früh definiert werden, obwohl viele Details erst im Projekt sichtbar werden.
+Die Roadmap kann auf Erkenntnisse reagieren. Jede Stufe schafft bessere Entscheidungsgrundlagen für die nächste.